Dirk-Nowitzki-Stiftungs-Seminar

Im Seminar mit Dirk Nowitzki

Alljährlich kürt die Dirk-Nowitzki-Stiftung Projekte, die sich um die Integration sozial benachteiligter Kinder kümmern. In diesem Jahr haben Studierende der Bildungsforschung an der Uni Würzburg die Stiftung bei der Auswahl der Preisträger maßgeblich unterstützt.

Eine Seminarsitzung gemeinsam mit Dirk Nowitzki? - Die Teilnehmer des Seminars bei der Verleihung des Stiftungspreises <span style="font-size: x-small;">gemeinsam mit Dirk Nowitzki und dem Stiftungsvorstand Silke Nowitzki - (c) Fritz PhilippEine Seminarsitzung gemeinsam mit Dirk Nowitzki? - Die Teilnehmer des Seminars bei der Verleihung des Stiftungspreises gemeinsam mit Dirk Nowitzki und dem Stiftungsvorstand Silke Nowitzki - (c) Fritz Philipp

Er ist derzeit vermutlich der berühmteste Würzburger, selbst und gerade in den USA kennt jedes Basketball-verliebte Kind seinen Namen. Dirk Nowitzki, Leistungsträger der Dallas Mavericks und NBA-Titel-Gewinner 2011, ist vielen kleinen Sportlern ein großes Vorbild.

Der Stiftungspreis
Vorbild ist der Basketballer aber nicht nur im sportlichen, sondern auch im sozialen Bereich. Denn seine gleichnamige Stiftung mit Sitz in Würzburg unterstützt Projekte zur Integration sozial benachteiligter Kinder durch Sport und Bewegungsangebote. Besonders engagierte Projekte werden seit 2012 zusätzlich mit dem Dirk-Nowitzki-Stiftungspreis geehrt. Namhafte Persönlichkeiten sitzen in der Jury, die über die Preisvergabe entscheidet – beispielsweise Nationaltorwart Manuel Neuer, der Präsident des Internationalen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach oder die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Unterstützung bekamen sie in diesem Jahr erstmals von Studierenden der Bildungsforschung an der Uni Würzburg.

Begeisterung beim Stiftungsvorstand
„Wir sind ganz begeistert, dass wir als Stiftung hier mit der Universität kooperieren und einen tollen Austausch mit den Studenten haben“, freut sich Silke Nowitzki, die Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Schwester von Dirk. Die Studierenden hatten die Aufgabe übernommen, eine engere Auswahl möglicher Preisträger vor Ort zu besuchen und sich einen persönlichen Eindruck von den Projekten zu machen. Dies sei ein ganz wichtiger Aspekt bei der Ehrung von Projekten, erläutert Renate Schüßlbauer, die als Projektmanagerin die Preisvergabe bei der Stiftung betreut. „Die Methodenkenntnisse und die wissenschaftliche Perspektive der Studentinnen und Studenten auf die möglichen Preisträger hilft der Stiftung sehr, schöne und wertvolle Projekte für den Preis zu finden.“

Ein Seminar verzahnt Theorie mit Praxis
Im Rahmen eines Seminars von Professor Heinz Reinders, Inhaber des Lehrstuhls Bildungsforschung an der Universität Würzburg, entwickelten die Studierenden Bewertungskriterien für die Vor-Ort-Begehungen und leiteten hieraus Fragen ab, die sie im Dialog mit den Projektteilnehmern klärten. In Gesprächen mit Mitarbeitern und geförderten Kindern und Jugendlichen entstand so ein plastisches Bild von den besonderen Möglichkeiten der Projekte. Heinz Reinders ist von dem Einsatz seiner Seminarteilnehmer rundum begeistert: „Es ist faszinierend, dieses Engagement der Studierenden zu spüren und zu sehen, wie sie ihr akademisches Wissen mit den Praxisanforderungen verknüpfen“.

Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift
Als Ergebnis des Seminars haben die Studierenden nicht nur der Jury des Stiftungspreises ihre Exposées zu den Projekten überreicht. Ein weiteres Ergebnis wird zudem ein wissenschaftlicher Beitrag in einer Fachzeitschrift sein, in dem ein Evaluationsdesign für die Betrachtung sozialer Projekte skizziert wird. „Wir haben viel zu selten die Möglichkeit, Theorie und Praxis so eng miteinander zu verknüpfen“, sagt der Bildungsforscher, deshalb freue ihn die Zusammenarbeit mit der Stiftung ganz besonders. Und als Jurymitglied des Stiftungspreises freut sich Reinders, dass seine Studierenden ihm ganz genau gesagt haben, für welches der Projekte er zu votieren hatte. Die Jury hat letztlich zwei Projekten den Preis verliehen, die auch die Studierenden vorgeschlagen hatten. Als Dank für ihr Engagement waren die Studierenden zur Preisverleihung eingeladen und trafen den derzeit wohl berühmtesten Würzburger persönlich.

Weitere Informationen
http://www.dirk-nowitzki-stiftung.org

Zuletzt aktualisiert: 16 Januar 2015